Was

Guyu ist der sechste Sonnentag unter den vierundzwanzig Sonnentagen in China und findet normalerweise jedes Jahr am 19. oder 20. April statt. Das Wort „Körnerregen“ bedeutet „Regen bringt Hunderte von Körnern hervor“ – der Regen in dieser Jahreszeit soll Körner wachsen lassen. Für die Chinesen ist Guyu das letzte Sonnensemester im Frühling und die letzte Fensterperiode für die „Aussaat“. Sobald der Getreideregen kommt, neigt sich der Frühling dem Ende zu.

Warum

Warum ist Guyu so wichtig?

  1. Landwirtschaftliche Gründe: Während der Getreideregenzeit wird im Norden Chinas mit der Aussaat von Hirse und Sorghum begonnen und im Süden mit der Reisanpflanzung. „Vor und nach dem Getreideregen Melonen und Bohnen säen“ – das ist das älteste Motto der Bauern. Der Regen während der Getreideregensaison bestimmt die Herbsternte. Wenn der Getreideregen nicht regnet, werden die Landwirte besorgt sein.
  1. Klimatische Gründe: Die Getreideregenzeit ist der Auftakt zur Meiyu-Saison in Südchina. Die Luftfeuchtigkeit steigt deutlich an und die „Rückkehr in den Süden“ beginnt – die Wände schwitzen und die Böden werden rutschig. Diese Luftfeuchtigkeit ist zwar unangenehm, aber für die Ernte ist es „süßer Regen“.
  1. Kulturelle Gründe: Guyu ist für Chinesen eine gute Zeit, um „Tee zu trinken“. „Grain Rain Tea“ – Der am Tag des Grain Rain gepflückte Tee gilt als der beste Tee des Jahres. Denn nachdem sie sich den ganzen Winter über angesammelt haben, enthalten Teeblätter die meisten Nährstoffe. Guyu-Tee ist kein „neuer Tee“, sondern „Essenz“.

Wie

Drei Hauptbräuche von Guyu:

  1. Guyu-Tee trinken: Am Guyu-Tag trinken Chinesen „Grain Rain-Tee“. Im südlichen Teegebiet gibt es eine Tradition des „Teepflückens während des Grain Rain“ – am frühen Morgen des Grain Rain gehen Teebauern in die Berge, um Tee zu pflücken, und sagen, dass „Grain Rain Tee“ „Feuer löschen und die Sehkraft verbessern“ kann. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Brauch, sondern auch um „Marketing“ – der Preis für Guyu-Tee ist oft doppelt so hoch wie üblich.
  1. Toon essen: „Toon ist so zart wie Seide vor dem Regen.“ Während der Getreideregenzeit treibt der chinesische Toon-Baum neue Knospen aus. Chinesen essen Toon-Rührei und Toon mit Tofu. Toon hat ein besonderes Aroma, das von denen, die es lieben, geliebt und von denen, die es hassen, gehasst wird. Dies ist der „geschmackvollste“ Brauch der Guyu.
  1. Wandern in Guyu: In der Antike gab es den Brauch, „in Guyu spazieren zu gehen“ – am Tag von Guyu besuchten junge Frauen Dörfer, um Verwandte zu besuchen, oder machten einen Spaziergang in der Wildnis. Dieser Brauch bedeutet „Erdung“ – der Frühling geht zu Ende und es ist Zeit, ein letztes Mal den Atem der Erde zu spüren.

Wann

Die beste Szene von Guyu: Tea Mountain am frühen Morgen. Nebel bedeckt den Hang und Teebäume stehen in ordentlichen Reihen. Die Teepflücker tragen Bambuskörbe auf dem Rücken und tanzen mit ihren Fingern zwischen den Teeknospen. Sie benutzen keine Schere, sondern kneifen nur mit Daumen und Zeigefinger – das ist das sanfteste Pflücken und die präziseste Auswahl. Auf den Teeblättern hängt noch Tau, und die Sonne scheint durch den Nebel, sodass der gesamte Hügel wie ein Tuschegemälde aussieht.

Wo

Bei Giaokz.com in Florenz bereiten wir eine Kanne chinesischen Tee auf Grain Rain zu. Der italienische Gast sagte: „Ist das nicht unser Tee?“ Ich sagte: „Ja, aber das ist ‚Grain Rain Tea‘ – die letzte Ernte im Frühling. Genau wie Ihr ‚neuer Wein‘ hat er den Geschmack der Zeit.“

Ein Wort

生(shēng)

Der Kern von „Grain Rain“ ist „生“. Es ist nicht das „Sheng“ des „Lebens“, sondern das „Sheng“ des „Wachstums“. Während der Getreideregenzeit „wächst“ alles – Getreide wächst, Teeblätter wachsen und alles wird lebendig. Was die Chinesen von Guyu lernten, ist eine Art „Lebensweisheit“: zu wissen, wann man sät, wann man wartet und wann man erntet. Guyu sagt uns: Leben braucht Regen, aber Regen ist nur der Anfang, echtes Wachstum wird Zeit brauchen.

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> 💡 Erinnern Sie sich an Guyu in einem Satz: Guyu ist „der letzte Regen im Frühling“ – Regen bringt Hunderte von Körnern hervor und sät die letzte Hoffnung.

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